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unique. Ursprung

Viele Redewendungen und Begriffe sind ein fester Bestandteil unserer Sprache, ihr Ursprung ist jedoch im Lauf der Zeit verloren gegangen. Zeit, sich auf die Suche zu machen und ihn wieder ans Tageslicht zu fördern. An dieser Stelle mache ich daher das Angebot, dass Ihr mir Redewendungen, deren Ursprung Ihr nicht kennt, zuschickt und ich sie recherchiere und anschließend auf dieser Seite veröffentliche. Ihr werdet sehen, es gibt erstaunlich viele Redewendungen, die man ohne nachzudenken benutzt aber nicht erklären könnte.

Bitte nach unten scrollen...















































































Aller guten Dinge sind drei. Der Spruch hieß ursprünglich "Aller guten Thinge sind drei." Ein Thing war eine Ratsversammlung bei den Germanen, bei der auch Recht gesprochen wurde. Wer eines Verbrechens beschuldigt wurde, musste sich spätestens beim dritten Thing nach der Anschuldigung den Richtern stellen. Erschien er auch zum dritten Thing nicht, wurde er in Abwesenheit verurteilt.
Alles in Butter Der Ursprung für diese Redensart liegt im Mittelalter. Wenn damals die teuren Gläser aus Venetien über die Alpen zu uns transportiert werden sollten, dann gingen die Gläser anfangs oft zu Bruch. Bis die Fuhrleute die entscheidende Idee hatten. Sie legten die Gläser in große Fässer, gossen heiße flüssige Butter dazu – wurde sie fest, hielt sie die Gläser an Ort und Stelle und dämpfte die Stöße der Kutsche. Selbst wenn ein Fass vom Wagen fiel, zerbrachen die Gläser nicht. "Alles war eben in Butter".
Arschkarte ziehen Diese mittlerweile recht universell angewandte Redewendung kommt ursprünglich aus dem Bereich des Fußballs. In der Zeit, in der es nur Schwarz-Weiß-Fernseher gab, konnten die Fernsehzuschauer nicht erkennen, welche Karte der Schiedsrichter zog. Deshalb zog er die Gelbe Karte aus der Brusttasche und die Rote aus der Gesäßtasche. Daher der Ausdruck die Arschkarte ziehen.
Auf dem Holzweg sein Man ist auf dem falschen Weg, der zu nichts führt. Als Holzwege werden die Schleifspuren bezeichnet, die ein gefällter Baumstamm auf dem Waldboden hinterlässt, wenn er aus dem Wald gezogen wird. Am Ende jedes Holzweges findet man einen Baumstumpf - und sonst nichts.
Auf den Hund gekommen Wohlhabende Menschen in früherer Zeit deponierten ihre Münzen, Gold und Silber in Geldtruhen, deren Böden mit Bildern verziert waren, meist Motiven von Hunden. Wenn sich das Vermögen erschöpfte, sah der Besitzer zu seinem Schrecken die Hundemotive am Boden der Truhe. Es bezeichnete ursprünglich also den Zustand der Verarmung.
Aus dem Schneider sein Bedeutet "aus dem Gröbsten heraus sein" und geht laut idiomatischen Nachschlagewerken auf das Skatspiel zurück, bei dem eine Mindestpunktzahl von 30 erreicht werden muss, um als Verlierer nicht ganz schlecht dazustehen. Doch warum spricht man beim Skat davon, dass jemand aus dem Schneider ist?
Wahrscheinlich ist das darauf zurückzuführen, dass man gemeinhin mit dem Schneider und seinem Stande nicht die besten Vorstellungen verband. Das Vorurteil, dass Schneider im Unterschied zu den anderen Handwerkern schmächtig und kraftlos seien und nur wenig verdienten, ist in zahlreichen Wendungen wie arm sein oder frieren wie ein Schneider auch heute noch gegenwärtig. Da man dem Schneider nachsagte, dass er nur 30 Lot (ein Lot entspricht etwa 16 Gramm) wiege, lag es nahe, den Spieler, der beim Skat die Mindestpunktzahl von 30 gerade erreicht hatte, damit zu trösten resp. foppen, dass er zumindest aus dem Schneider sei.
Da liegt der Hund begraben. Der Ursprung dieser Redensart ist umstritten. Generell kann man sagen, da wo der Hund begraben ist, liegt der Kern einer Sache. Die geläufigste Theorie ist, dass es nichts mit dem Tier zu tun hat, sondern vielmehr vom mittelhochdeutschen „hunde“ kommt, was für Beute, Raub oder Schatz steht. Es müsste in heutigem Deutsch also eher „Da liegt der Schatz begraben“ heißen.
Eine weitere Meinung in dieser Richtung gründet sich auf einen Volksglauben aus dem 17. Jahrhundert, der besagt, dass verborgene Schätze immer von einem schwarzen Hund, der den Teufel symbolisieren soll, bewacht wurden.
Laut einer Fabel bezieht sich die Redensart auf einen Hundegedenkstein im Ort Winterstein in Thüringen. Dieser soll zu Ehren eines Hundes, der seinem Herrn Liebesbriefe überbrachte, aufgestellt worden sein.
Durch die Lappen gehen Höfische Jagdgesellschaften ließen sich oft für große Ereignisse Tiere von ihren Häschern einfangen und dann am Hofe ein Areal abstecken, in dem sie wieder freigesetzt wurden. Das Areal wurde mit hüfthohen Laken eingezäunt.
Die Adeligen konnten dann gemütlich bei Schampus und Canapées vom Balkon die Karnickel abschießen. Fand ein Häschen im Kugelhagel eine undichte Stelle, so konnte es "durch die Lappen gehen" und im nächsten Wald fröhlich Nachkommen für die nächste Treibjagd zeugen.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Zitat aus William Shakespeares Komödie „Der Kaufmann von Venedig“ (The Merchant of Venice) von 1596.
Heulen wie ein Schlosshund Lang anhaltend und herzzerreißend weinen, heulen. Der Duden, Bd. 11 meint dazu: 'Die Wendung bezieht sich darauf, dass die lang gezogenen Laute, die ein Hund auf einem Schloss (auf einer Anhöhe) von sich gibt, weithin hörbar sind.'
Verbreiteter scheint jedoch die Annahme zu sein, dass der mit einem Schloss angekettete Hund gemeint war, der auf Grund seines Gefangenseins viel heulte.
Jemanden zur Strecke bringen Die Redewendung "Zur Strecke bringen" kommt aus der Jägersprache. Hat ein Jäger z.B. einen Hasen getroffen, bringt er ihn "zur Strecke" - zu den auf dem Boden aufgereihten erledigten Tieren.
Maulaffen feilhalten Früher nutzte man Kienspäne, um Wohnungen notdürftig zu erhellen. Brauchte man Licht bei einer Tätigkeit, die den Einsatz beider Hände erforderte, klemmte man sich den Span zwischen die Zähne. Tonklötze auf die man die Späne legen konnte wurden daher häufig in der Form eines Kopfes mit offenem Mund hergestellt. Diese Kienspanhalter sind seit dem 13. Jahrhundert als "Maulauf" bekannt, aus dem im Laufe der Zeit "Maulaff" wurde. Später fertigte man die Halterungen auch aus Eisen und in einer anderen Form, der Name aber blieb erhalten. Jemandem, der mit offenem Mund herumstand, wurde daher nachgesagt, er würde »Maulaffen feilhalten«, also zum Verkauf anbieten.
Mit Kind und Kegel unterwegs sein Wenn jemand etwas mit Kind und Kegel unternimmt, dann verstehen wir heute darunter, dass er ›mit der ganzen Familie‹ unterwegs ist. Ursprünglich meinte die stabreimende Formel Kind und Kegel jedoch die 'ehelichen und unehelichen Kinder'. Diese präzisere Auffassung von der gesamten Familie war dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm zufolge vor etwa 350 Jahren noch üblich. Nach und nach verblasste jedoch die konkrete Bezeichnung, so dass sich die heutige Verwendungsweise als die allgemein übliche durchsetzte.
Die Zwillingsformel Kind und Kegel ist trotz der Alliteration nicht wortspielerischen Ursprungs, denn das Wort Kegel ist neben den heute noch bekannten Bedeutungen ‚Spielfigur’ und ‚mathematische Figur’ auch ein veralteter Ausdruck für ‚uneheliches Kind’. Hierzu muss man wissen, dass noch im Mittelalter und der frühen Neuzeit meist wohlhabende Männer neben ihrer Ehefrau (Hauptfrau) auch eine oder mehrere legale Nebenfrauen hatten, die auch als Konkubinen, Beischläferinnen oder Kebsen bezeichnet wurden. Die Nebenfrauen wurden vom Mann nicht geheim gehalten, sondern wohnten mit der Ehefrau und allen ehelichen wie unehelichen Kindern unter einem Dach. Im Deutschen Reich gab es erst 1530 und 1577 entsprechende Polizeiverordnungen, die das Konkubinat einzuschränken versuchten. Ursprünglich bedeutete Kegel auch ‚Knüppel’ oder ‚Stock’. Bereits im Mittelalter übertrug man die Bedeutung und bezeichnete einen ›groben, faulen Taugenichts‹ abwertend als Kegel. Diese Parallelsetzung von Holzstück und ungezogenen Jungen finden wir noch heute in Flegel (‚Dreschflegel’) und Bengel (norddt. ‚Knüppel’). Der ‚ungezogene Junge’ mit der Bezeichnung Kegel wurde schließlich zum Symbol eines ‚ungeratenen Kindes’, mit dem man auch ‚uneheliche Kinder’ bezeichnete.
Nicht von Pappe Pappe bedeutet ursprünglich "Kinderbrei". Es ist ein so genanntes Lall-Wort. Die Bedeutung "dickes Papier, Karton" ist erst später entstanden und kommt von den dicken Kleisterschichten (die wie Kinderbrei aussahen), welche die einzelnen Papierlagen der Pappe miteinander verbinden. Wenn etwas „nicht von Pappe" ist, dann ist es also solide und es steckt mehr dahinter als etwas, das zu großen Teilen aus Brei hergestellt wurde.
Nur noch Bahnhof verstehen Die Redewendung "Nur noch Bahnhof verstehen" ist den kriegsmüden Soldaten im Ersten Weltkrieg zu verdanken. Diese wollten nur noch eines: mit dem Zug nach Hause. Entsprechend verkörpert der Bahnhof die Heimreise, und wenn jemand nur noch Bahnhof verstand, konnte er an nichts anderes mehr denken, als endlich nach Hause zu kommen.
Sich verpissen Der Ausdruck "sich verpissen" geht auf den 1. Weltkrieg zurück. Soldaten, die sich immer dann zum Austreten verdrückt haben, wenn es gefährlich wurde, haben "sich verpisst".
Tante-Emma-Laden „Tante Emma“ (nach dem früher häufigen Namen Emma) bezeichnet die einfache Durchschnittsfrau, zu der man als Nachbar noch ein persönliches Verhältnis hat. Früher war Emma – genauso wie Minna – zugleich Bezeichnung für die Hausangestellte, das Dienstmädchen; der Personenname wurde also verallgemeinert gebraucht und wandelte sich zur Allgemeinbezeichnung.
Früher gab es weitere Bezeichnungen wie Tante-Emma-Anschluss (privater Telefonanschluss), Tante-Emma-Betrieb (Kleinbetrieb mit einfachen Herstellungsverfahren), Tante-Emma-Pension (Gästehaus alten Stils), Tante-Emma-Glas (bauchiges Deckelglas zum Aufbewahren von Bonbons, wie es früher in jenen Läden stand) und Tante-Emma-Gegend (kleinbäuerliche, ländliche Gegend, die von der Industrie verschont geblieben ist), doch nur der Tante-Emma-Laden hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch gehalten.
Übrigens lässt sich die Verwendung des Begriffs Tante-Emma-Laden seit Ende der 70er Jahre in der Presse häufiger beobachteten, also just zu der Zeit, als jene kleinen Einzelhandelsgeschäfte mehr und mehr aufgeben mussten und verschwanden. Der Ausdruck hat insofern zugleich nostalgischen Charakter.
Wink mit dem Zaunpfahl Früher gingen die Menschen gerne mit langen, teilweise improvisierten Waffen aufeinander los. Da sich nur die reichen Ritter Lanzen und Schwerter leisten konnten, mussten sich die armen Leute oft mit Holzstangen jeglicher Art begnügen. Sie sahen häufig aus wie Zaunpfähle, als Waffen waren sie aber furchteinflößend und vor allem unmißverständlich. Wenn man jemandem mit einem Zaunfahl fuchteln sah, wusste man also was die Stunde geschlagen hatte.
Wolke sieben / Im siebten Himmel Interessanterweise ist dieses im Englischen „cloud no. 9“. Ebenso werden einer Katze mal sieben und mal neun Leben zugesprochen. Die "Sieben" und die "Neun" spielen im Volks- und Aberglauben eine bedeutende Rolle. Dabei scheint die sieben mehr aus der orientalisch-griechischen, die neun eher dem nordisch-keltischen Kulturraum zu entstammen.
Der oberste, siebente Himmel war als Sitz Gottes gedacht, Im siebenten Himmel sein ist daher gleichbedeutend mit: in höchster Wonne schweben. Die Redensart wird vor allem als Ausdruck der Liebesseligkeit gebraucht.
Die christliche Zahlensymbolik betrachtet die Neun, die durch die Dreimaligkeit der heiligen Zahl drei entsteht, als Zahl der Vollendung (z. B. die neun Chöre der Engel). Die Volksmedizin benutzte Abkochungen von neunerlei Kräutern sowie Räucherungen aus neunerlei Holz. Hexen konnte man erkennen, indem man sich während der Christmette in der Kirche auf einen Schemel aus neunerlei Holz setzte. Man sah dann 'richtige' Hexen mit dem Rücken zum Altar sitzen. Notfeuer zur Vertreibung von Katastrophen konnte nur wirken, wenn es aus neunerlei Holz entzündet wurde.


Quellen:
Gesellschaft für deutsche Sprache e.V.
Galilexikon
Wiktionary




International corner

Hier noch Erklärungen für die Herkunft internationaler Begriffe und Bezeichnungen.







Warum wird New York auch »Big Apple« genannt? Hierzu gibt es viele Erklärungen und vielleicht mehr als eine richtige Antwort. Die offizielle Erklärung des ‘Museum of the City of New York’ beinhaltet folgende Versionen:
Erstmals aufgetaucht ist der Begriff 1909: In Edward S. Martins Roman »Der Reisende in New York« beschreibt er die Stadt als Frucht eines Baumes, dessen Wurzeln hinunter ins Mississippi-Tal und dessen Äste von einem Ozean zum anderen reichen.
In den 20er Jahren wurde der Begriff von dem Sportjournalisten des New York Morning Telegraph John J. Fitz Gerald allgemein bekannt gemacht. Er hörte wie die Bezeichnung von afroamerikanischen Stallburschen auf der Pferderennbahn in New Orleans gebraucht wurde, wenn sie von der New Yorker Rennszene sprachen und diese als the „big time“ betrachteten. Fitz Gerald mochte diese Bezeichnung und so titelte er seine Rennartikel: „Around the Big Apple“.
In den späten 20ern und 30ern wurde die Bezeichnung von Jazz Musikern benutzt, wiederum als Metapher für den Erfolg. In der Sprache der schwarzen Jazz-Musiker bedeutet dies, »das große Los gezogen zu haben«. In New York und dort ganz besonders in den Theatern von Harlem und auf dem Broadway zu spielen, galt als höchstes Ziel aller Bestrebungen. Wenn sie außerhalb ihres Zuhause spielten hieß es, sie waren „out in the branches“ oder „out in the sticks“, aber wenn sie in New York waren, dann spielten sie wirklich in „The Big Apple“.
Danach geriet die Bezeichnung etwas in Vergessenheit, aber in den 70ern wurde sie durch eine Werbeaktion des „New York Convention and Visitor’s Bureau“ (Fremdenverkehrsbüro) zu neuem Leben erweckt, um das Interesse der Touristen an der Stadt zu wecken. Das Büro machte einen roten Apfel zu seinem Werbeträger, priesen New York als »The Big Apple« an. Seit den 70er Jahren ist dieses auch offizieller Beiname der Stadt.
Im Jahre 1997 würdigte der Stadtrat Fitz Geralds Beitrag zu den Geschichten um die Stadt New York, indem die Südwestecke der 54.Straße West am Broadway in Manhattan „Big Apple Corner“ genannt wurde. Das ist die Ecke, wo Fitz Gerald von 1934 bis 1963 wohnte.


Quellen:
Wissen.de
Big Apple Web




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