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morgen

Günther Jauch fährt Taxi

Es führt kein Weg daran vorbei: Außer ein paar genmanipulierten Fernsehformaten aus Holland sind die meisten Gameshows Kopien von US-Vorbildern oder (wie in diesem Fall) dem schrägen Humor benachbarter Inselbewohner nach dem Verzehr zuviel verseuchten Rindfleischs in Minzsauce entsprungen. Daher möchte ich ab und zu ein Fenster in das deutsche Fernsehprogramm von morgen öffnen, denn mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Mehrzahl erfolgreicher Showkonzepte früher oder später auch über deutsche Bildschirme flimmern. Die heutige Folge erklärt nebenbei, warum Günther Jauch gerade seinen Taxischein macht…

Der Trend geht dahin, erfolgreiche Konzepte an ungewöhnliche Orte zu verpflanzen und so findet der US-Ableger dieser Quizshow in einem New Yorker Taxi statt, dem Cash Cab.
Image Hosted by ImageShack.us Wer immer per Zufall in dieses spezielle unter den 13.000 New Yorker Taxis steigt und sich zur Teilnahme bereit erklärt, fährt fortan unter folgenden Regeln: Während der Fahrt stellt der Fahrer den Fahrgästen Fragen mit steigendem Schwierigkeitsgrad, für deren Beantwortung sich das Konto der Gäste auffüllt. Sollten Sie dreimal falsch antworten, verlieren sie das bislang gewonnene Geld und der Fahrer schmeißt sie an genau diesem Ort raus. Erreichen sie ihr Ziel, können sie entweder das Geld einstecken oder alles für eine „double or nothing“ Frage auf’s Spiel setzen. Unterwegs gibt es je einmal die Möglichkeit per Handy einen Telefonjoker zu ziehen oder den Taxifahrer anhalten zu lassen und den erstbesten Passanten zu befragen.

Die Show bezieht ihren Reiz aus der ungewöhnlichen Ausgangssituation und der Zufälligkeit der zusteigenden Teilnehmer sowie dem Charisma des taxifahrenden Quizmasters. Dabei dürften sich die Produktionskosten in Grenzen halten, da die Geldpreise selten $2000 übersteigen. Der Thrill ergibt sich also nicht aus der Chance auf große Reichtümer; ich könnte mir schon eher die Konstellation spannend vorstellen, nachts durch eine verrufene Ecke der Bronx zu fahren und bereits zwei Fragen falsch beantwortet zu haben .

Noch eine kleine Anekdote am Rande: In der ersten Sendung, die ich sah, drohten die ansonsten durchaus gebildeten Fahrgäste bei der Frage „In welcher spanischen Stadt baute Frank O. Gehry das Guggenheim Museum?“ daran zu scheitern, dass sie leider keine einzige spanische Stadt kannten... Zum Glück ist die Chance in New York relativ groß, dass einem ein kosmopolitischer Passant weiterhelfen kann.

P.S.: In Deutschland demnächst auf Kabel1.
5.2.06 21:26





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